Erweiterung, Umbau und Sanierung der Mühlbergschule in Frankfurt am Main

Mit der Erweiterung der Mühlbergschule von drei auf fünf Züge reagiert die Stadt auf die Verdichtung der Frankfurter Innenstadt. Um zukünftig 500 statt 270 Kinder unterrichten zu können, dem ganztägigen Betreuungsangebot gerecht zu werden und den erweiterten Sportbereich unterzubringen wird das Schulgebäude aus dem Jahr 1904 um ca. 2.800 qm erweitert und räumlich neu organisiert.

Im Vorwege führte Trapez Architektur zusammen mit einem Moderator ein Partizipationsprozess mit allen Beteiligten durch, der bereits entscheidende Weichen für die anschließende Planung der Erweiterung stellte.

An den Enden des L-förmigen, gründerzeitliche geprägten Altbaus platziert rahmen drei Neubauten das Schulhaus ein. Um ein einheitliches Gesamtbild aus Altbau und den Zubauten zu erhalten, reduzieren sich die neuen Gebäudeteile auf wenige unterschiedliche Materialien. Durch Farbe, Struktur und Propoertionen nehmen sie klare Bezüge zum roten Sandstein, dem dunklen Schieferdach und der Fassadenstruktur des Altbaus auf. Dennoch zeigt sich die Erweiterung sowohl innerhalb des Ensembles als auch zum Stadtraum deutlich als neu und zeitgenössisch.

Der größte Teil des Ganztags- und Sportangebots wird in einem Neubau untergebracht, der direkt an den Altbau anschließt. Der neue Baukörper wird die Sporthalle von 1964 ersetzen und auf sieben Geschossen der Mittelpunkt des ganztägigen Unterrichts sein. Er beherbergt die Mensa inklusive Produktionsküche, zwei Sporthallen und zusätzliche Kreativ- und Spielräume. Um sich dem viergeschossigen Altbau in der Höhe anzupassen, sind zwei der Geschosse unterhalb des Schulhofs vorgesehen. Über Oberlichter mit Tageslicht versorgt, wird hier eine der Sporthallen sein, eine zweite wird in den oberen Geschossen untergebracht. Der viergeschossige Bestandsbau wird saniert und räumlich neu organisiert. Er bleibt weiterhin der Ort für den Unterricht und die Verwaltung, wird jedoch um zusätzliche Lernflächen im Dachgeschoss und einem kleineren Anbau erweitert. Die für den Bautyp typischen großzügigen Flure werden zu Lernorten mit festen Einbauten umgestaltet. Sie werden ebenso für differenzierten Unterricht nutzbar sein wie auch zum Sitzen, Spielen und für die Garderobe. Der dreigeschossige Anbau mit je einem Gruppenraum pro Geschoss ergänzt das Haus um weitere Differenzierungsräume. Durch seine Lage am östlichen Abschluss des Gebäudes ist er signalartig weit in den Stadtraum hinein sichtbar und betont den Zugang zum Schulgelände. Eine zusätzliche Erweiterung für Sonderräume wie Experimentierraum und Bibliothek schafft der eingeschossige Anbau, der zwischen den beiden unterschiedlich hoch gelegenen Schulhöfen geplant ist. Seine Dachfläche geht über einige Stufen in den oberen Hof über und erweitert die nutzbare Pausenfläche.

Standort: Frankfurt a. M.
Auftraggeber: Stadt Frankfurt a. M.
Realisierung: seit 2016
Visualisierungen: moka-studio
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