Neubau einer CO2-neutralen Grundschule mit Dreifeld-Sporthalle in Hamburg

Grundidee der CO2-neutralen Schule ist es, den Energieverbrauch so einzudämmen, dass in der Klimabilanz kein zusätzliches Kohlenstoffdioxid auftaucht. Die Grundschule Klein Flottbeker Weg wurde als erste Schule Hamburgs nach diesem Konzept errichtet. Durch einen energetisch optimierten Baukörper mit umweltfreundlicher Energieversorgung auf Holzbasis, einer perfektionierter Tageslichtausleuchtung und einer intelligenten Belüftungsanlage für Frischluft wird der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß minimiert. Trotz Kompaktheit und Größe passt sich das neue dreiflügelige Schulgebäude mit einer Höhe von maximal drei Geschossen gut in die kleinteilige Gebäudestruktur der Umgebung ein. Straßenseitig leicht zurückgesetzt schafft es eine Vorplatzsituation, die als Puffer und Ankunftsbereich dient. Von hier aus gelangt man in das zentrale Foyer mit dem offenen Treppenraum. Dieser lässt sich mit dem angrenzendem Mehrzweckraum verbinden und so für Veranstaltungen nutzen. Integrierte Sitzstufen der Treppenanlage dienen dabei als Tribüne und machen den Bereich zum beliebten Aufenthaltsort. Zugleich befindet sich hier der kommunikative Mittelpunkt des Gebäudes, von dem aus alle Bereiche wie die Vorschule, Klassentrakte, Verwaltung und Sporthalle erschlossen werden. Um das soziale Miteinander und klassenraumübergreifende Lehrmethoden ebenso zu fördern wie die konzentrierte Vermittlung von Lerninhalten, bietet der Neubau ein Nebeneinander von abgeschlossenen und offenen Räumen.
 
Der nördliche Gebäudeflügel ist über das gesamte Erdgeschoss einer großzügigen und flexiblen Vorschullandschaft gewidmet. Als offene Struktur lässt es verschiedenste Raumsituationen zu. Durch Elemente wie Vorhänge oder drehbare Regale können einzelne Bereiche wie die „Baukiste“, Atelier und Lernwerkstatt unterschiedlich genutzt werden: als eigenständige Räume oder als Teil eines Raumkontinuums.
 
Zum Vorschulbereich zählt auch die sich über die gesamte Länge erstreckende  Spiel- und Bewegungszone zwischen den Vorschulräumen und der Dreifeld-Sporthalle. Sie ist zugleich ein optionaler Tribünenbereich für die Sporthalle. Eine innere, leicht zu versetzende Fassade trennt zurzeit diese Bereiche. Wird eine Tribüne benötigt, kann diese Fassade dann mit geringem Aufwand in Richtung Vorschule versetzt werden.
 

Standort: Hamburg, Klein Flottbeker Weg 64
Auftraggeber: Freie und Hansestadt Hamburg, SBH | Schulbau Hamburg
Realisierung: 2010-2013
Auszeichnungen: 1. Preis Realisierungswettbewerb 2007 (in Kooperation mit Götz Schünemann), Tag der Architektur 2013
Fotos: archimage, Meike Hansen, Hamburg
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